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Aus Geschichte und Gegenwart des Musikvereins Balingen.
Als 1996 der Musikverein Balingen auf sein 100-jähries Bestehen zurückblicken konnte, hieß dies jedoch keineswegs, dass die eigentlichen Anfänge von Volks- und Blasmusik nicht viel weiter zurückreichen.In losen Vereinigungen und in den Familien wurde sicher schon seit Jahrhunderten Musik gemacht. Leider ist die Quellenlage darüber sehr dünn, doch soll es im 17.Jht eine Familie Krauß gegeben haben, in der sich das Amt des Stadtmusikus immer wieder vorn Vater auf den Sohn vererbte. Erwähnt werden auch verschiedene Stadtzinkenisten, wie z.B. Walker, Strasser, Luppold oder Ulrich, der auch Paukenkaspar genannt wurde, und andere. Vom 11. August 1817 berichtet der Chronist, dass bei der Einführung des ersten Garbenwagens nach den Hungerjahren die Schuljugend vom Siechenkirchle bis zur Stadtkirche mit Gesang dem Wagen vorangegangen sei. Zwischen den Knaben und Mädchen sei eine Gruppe von Musikanten spaziert und es wurde eine "prächtige" Musik gemacht. Nach beendigtem Gottesdienst ging der Zug mit Musik und Gesang zum oberen Tor hinaus und wurde in Johann Georg Stings Wirtsscheune geführt. Vermutlich bestand die Hauptaufgabe dieser Musikanten im Turmblasen und Spielen bei Hochzeiten und sonstigen festlichen Angelegenheiten. Diese Aufgabe hatte sich auch die Jäckh' sche Kapelle gestellt, die gegen Ende des letzten Jahrhunderts in Balingen und Umgebung bekannt war. Bei größeren Anlässen musste sie sich allerdings mit Musikern der umliegenden Dörfer verstärken und wegen Mangel an Nachwuchs löste sie sich 1896 auf.
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Historie Jahrhundertwende
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