Schellenbergbrücke


Am 17.01.2003 fand nach über 12-jähriger Irrfahrt bzw. Zwischenlagerung die Schellenbergbrücke ihren neuen Standort als Fußgängerbrücke über die Eyach. 1911 wurde sie in Auftrag der Königlich Württembergischen Staatsbahn von der Maschinenfabrik Esslingen zusammengenietet. Knapp 32.000 Niete wurden dabei nach dem gleichen Verfahren wie beim Eiffelturm („Heiß-Niet-Verfahren“) verarbeitet. Genutzt wurde sie als Straßenbrücke über die Bahngleise und stellte die Verbindung von Innenstadt und Sichelschule her. Die Gründe für ihren Abriss waren nicht altersbedingte Abnutzung oder mangelnde Funktionsfähigkeit, sondern die Straßenausbaupläne der Stadtverwaltung. Um sie vor der Verschrottung zu bewahren, bildeten 1990 fünf mutige Balinger Bürger die Interessengemeinschaft „Historische Schellenbergbrücke“. Schellenbergbrücke Sie kauften die Brücke und ließen dieses technische Kulturdenkmal von knapp 80 Tonnen Gewicht auf eigene Kosten lagern.Schließlich entschied sich der Gemeinderat Balingen 1999 mit einer knappen Mehrheit für den jetzigen Standort hinter dem Stadtfriedhof. Jedoch unter der Bedingung, dass die engagierten Bürger einen Betrag von 90 000 DM zu den Kosten des Wiederaufbaus beitragen. Der Bürgerverein machte sich diese Aufgabe zu eigen und unterstützte den Heimatforscher Waldemar Rehfuss bei der Spendensuche. So gelang es, innerhalb von zwei Jahren den erforderlichen Betrag zusammen zu bringen und bei der Endabrechnung 50 000 € zuzahlen zu können. Seit 17.01.2003 verbindet sie als Fußgängerbrücke über die Eyach Rollerstraße und Hindenburgstraße.

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